
Den meisten hörbehinderten Kindern in Deutschland wird keine Gebärdensprache angeboten. Angesichts eines Bildungs- und Fördersystems, das seit Jahrzehnten hinnimmt, dass Kinder mit Hörbehinderung die Kommunikation und Bildungsinhalte nur in Bruchteilen verstehen, sind wir als Eltern und involvierte Fachkräfte immer wieder sprachlos.
Doch diese Kinder haben ein Recht auf eine Sprache, in der sie unabhängig von ihrer Hörbehinderung verstehen und sich ausdrücken können: die Deutsche Gebärdensprache (DGS).
Daher starteten Eltern und Fachkräfte gemeinsam eine Petition. Mehr als 19.000 Menschen haben diese bereits unterschrieben.

19.000+
Unterschriften
Menschen unterstützen unser Anliegen
7
Forderungen
Konkrete Handlungsfelder definiert
Art. 24
UN-BRK
Recht auf Bildung in Gebärdensprache
Eine barrierefreie Entwicklung – das wünscht man jedem Kind. Kinder mit Hörbehinderung werden in Deutschland aber vornehmlich hinsichtlich des Hörens gefördert. Doch eine Hörbehinderung ist nicht heilbar.
Hörbehinderung ist ein Sammelbegriff für sehr unterschiedliche Einschränkungen der Hörwahrnehmung und -Verarbeitung. Diese reichen von schlecht Hören bestimmter Tonlagen bis hin zu Taubheit.
In Gruppensituationen ist es nur mit enormem Kraftaufwand oder unmöglich, wechselnde Sprachbeiträge zu verarbeiten. Das häufig genutzte Lippenlesen erfasst maximal 30% der Information.
Eine Hörbehinderung hat Auswirkungen auf die gesamte gesellschaftliche Teilhabe. Das inhaltliche Missverstehen behindert den Zugang zu Bildung und sozialen Interaktionen.
Kinder, die Gebärdensprache als Basissprache erlernen, haben die Chance auf einen lückenlosen Spracherwerb. Gebärdensprache aktiviert dieselben Gehirnareale wie Lautsprache.
„Bei hörbeeinträchtigten Kindern mit Cochlea-Implantat ist Zweisprachigkeit mit gebärdeter und gesprochener Sprache der sicherste Weg in die Sprache. Es darf kein Kind ohne Sprache geben."
„Gebärdensprache umsetzen!" – Bilingual-bimodal, endlich normal!
Im Zuge der Erstberatung muss ein kindgerechtes Gebärdensprachangebot parallel zur Hörtechnik erfolgen.
Eltern sind die wichtigsten Entwicklungsbegleiter. Bedarfsorientierte Kurse müssen ohne Weiteres gewährt werden.
Bilinguale Angebote mit vollwertigem Gebärdensprachangebot müssen flächendeckend verfügbar sein.
Eine neue Schulkultur, in der Deutsch und Deutsche Gebärdensprache gleichwertig gelebt werden.
Auch für Hortprojekte, Freizeit und Ferienangebote muss bilinguale Kommunikation sichergestellt werden.
Förderpädagogen müssen in ihrer Ausbildung volle Kompetenz in Deutscher Gebärdensprache erhalten.
Alle Bundesländer benötigen Lehrpläne für DGS als Fremdsprachenfach neben dem regulären Englischangebot.
„Bilingual" bedeutet das gleichwertige Sprachen-Angebot in Gebärdensprache, Schriftsprache und Lautsprache.
Diese Broschüre fasst die aktuelle Sachlage, unsere Forderungen und Anregungen zu bilingualer Bildung zusammen. Ein Leitfaden und eine Handlungsaufforderung für Politiker, Pädagogen und Eltern.
36 Seiten mit Hintergründen, Fakten und konkreten Handlungsempfehlungen – erstellt von Familien und Fachkräften in ehrenamtlicher Zusammenarbeit.
Broschüre
„Nie wieder sprachlos –
Gebärdensprache umsetzen!"

Finde heraus, wie du die Deutsche Gebärdensprache erlernen kannst.
Praktische Tipps, um das Behörden-Chaos zu meistern!
Finde in deiner Nähe Unterstützer und tausche dich mit Gleichgesinnten aus.

2013 wurde das Netzwerk BilingualERleben mit Gebärdensprache durch Magdalena Stenzel in Dresden ins Leben gerufen. Zahlreiche Verbände, Vereine und Fachpersonen unterstützen unser Anliegen.
… und viele weitere Verbände, Vereine und Einzelpersonen aus ganz Deutschland.
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